Der Wettbewerb

Themenfeld 2: Flächennutzung, Flächenmanagement und Flächenrecycling

Täglich werden in Deutschland etwa 75 Hektar Boden versiegelt, zusätzliche 7 Hektar kommen durch den Abbau von Rohstoffen "unter den Bagger". Rund 13 Prozent der Landfläche der Bundesrepublik Deutschlands sind bereits überbaut. Beim Versiegeln von Flächen werden die natürlichen Bodenfunktionen gestört, der versiegelte Boden kann seine Rolle im Naturhaushalt als Wasserfilter, Wasserspeicher und Pflanzenstandort nicht mehr erfüllen.

Boden schützen, indem man die Flächeninanspruchnahme vermeidet oder vermindert, ist daher eins der wichtigsten Ziele der "Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie".

In die Flächen- und Siedlungsentwicklung können vor allem Städte und Gemeinden steuernd eingreifen. Im Rahmen fast sämtlicher kommunaler Aufgaben lässt sich aktiv Bodenschutz gestalten. Beispielsweise hilft die Erschließung von Brachflächen im Innenbereich der Städte, die Flächeninanspruchnahme durch neue Wohn- und Gewerbegebiete zu verringern. Brachflächen im Außenbereich von Siedlungen besitzen dagegen vielfältiges Potenzial für die Gestaltung der Kulturlandschaft und für die Schonung besonders wertvoller und schutzwürdiger Böden.

Auch die Rekultivierung und Wiedernutzung industrieller Brachflächen sind wichtige Beiträge zum Bodenschutz. Immer häufiger wird hier mit Pflanzen gearbeitet, welche Schadstoffe aus dem Boden holen und ihn so sanieren helfen. Manche dieser Pflanzen sind sogar dazu in der Lage, soviel Metall in ihren Zellen einzulagern, dass sie der Mensch in der Rohstoffgewinnung weiterverarbeiten könnte. Auch wenn die Forschung hier noch am Anfang steht: sie kann ein Beitrag zur zukünftigen Verringerung des Bodenverbrauchs beim Rohstoffabbau sein.

Wenn private Bauherren Grundstücke bebauen oder umgestalten, findet meist ein großer Eingriff in den Boden statt. Bei vielen Bauvorhaben werden große Mengen fruchtbaren Bodens ausgehoben, gelagert und nach Abschluss der Baumaßnahmen für Rekultivierungen wiederverwendet. Bauinteressierte, Investoren, Baufirmen und Architekten können sowohl bei Großprojekten als auch bei kleineren Bauvorhaben einen Beitrag zum Schutz des Bodens leisten.

In diesem Themenfeld können Projekte eingereicht werden, die Initiativen zu einer flächensparenden Nutzung, zur Vermeidung von Landnutzungsänderungen, zum Erhalt der Biodiversität oder zum Schutz des Bodens während Baumaßnahmen entwickelt und umgesetzt haben.

 

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