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"Ausgestaltung von Pachtverträgen"

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Erneuerung der Pachtverträge mit Schwerpunkt Bodenverbesserung und Umweltschutz

Initiator:Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Kieve-Wredenhagen
Ort:17209 Wredenhagen
Internet:kirche-kieve-wredenhagen.jimdo.com

Beschreibung:
Im Kirchengemeinderat hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die Kirchengemeinde ihrer Verantwortung als Landbesitzer in ökologischer und nachhaltiger Sicht besser gerecht werden kann.

Als einer der Pächter auf biologischen Landbau umgestiegen und der Kirchengemeinde vor Augen geführt hat, was möglich ist, hat sich die diese durch verschiedene Fachleute informieren lassen und anschließend ihre Pachtverträge soweit überarbeitet, dass der Bodenschutz und die Bodenverbesserung zentraler Bestandteil der Pachtbedingungen geworden ist.

Derzeit liegen die neuen Pachtverträge zur Überprüfung in der Kirchenverwaltung in Schwerin. Anschließend sollen mit den Pächtern Einzelgespräche geführt werden und die ersten auslaufenden PV ersetzt werden.

Kirchenland ist Bodenschatz

Initiator:Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (ZGV) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Ort:55128 Mainz
Internet:www.zgv.info

Beschreibung:
Mit der Ausgestaltung eines EKHN-Musterpachtvertrages wurden für die Pächter Nutzungseinschränkungen festgesetzt, die zum Ziel haben, die Bodenfruchtbarkeit auf Dauer zu erhalten, mögliche zukünftige Landnutzungseinschränkungen zu verhindern, den ökonomischen Wert des Landes und die Biodiversität in der Kulturlandschaft zu erhalten.

So besteht ein absolutes Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen sowie ein Ausbringverbot für Klärschlamm und Abwässer. Außerdem besteht ein generelles Verbot von Landnutzungsänderungen wie Grünlandumbruch (Zustimmungspflichtigkeit von Landnutzungsänderungen durch die Kirchenverwaltung), eine Pflicht zum Erhalt von Landschaftselementen (Bäume oder Sträucher dürfen nur mit Zustimmung der Kirchenverwaltung entfernt werden) und ein Verbot des Abtrages von Humusboden.

Als weitere Ergänzung des EKHN-Musterpachtvertrages wurde während der letzten Jahre ein Verbot der Ausbringung von Biogasgärresten, die der Bioabfallverordnung oder der EU-Hygieneverordnung unterliegen, eingefügt. Die Ausbringung hofeigener Biogasgärreste, die durch die Düngeverordnung geregelt ist, ist auf EKHN-Kirchenland weiterhin uneingeschränkt erlaubt.

Pachtvertrag zur regional eingebundenen Bio-Bewirtschaftung

Initiator:Kulturland eG
Ort:29456 Hitzacker
Internet:www.kulturland-eg.de

Beschreibung:
Die Kulturland eG organisiert als Genossenschaft "Allmende" für die ökologische Landwirtschaft mit einer gemeinschaftlichen Verantwortung für landwirtschaftlichen Grund und Boden. Sie unterstützt regional eingebundene, bäuerlich geführte Biohöfe, die direkt vermarkten, den Hof öffnen, Naturschutzmaßnahmen durchführen, betreute Menschen integrieren oder pädagogisch mit Schulklassen arbeiten.

Mit den zinsfreien Einlagen der Genossen kauft die Kulturland eG Ackerland, Wiesen, Weiden, Hecken und Biotope zur Weiterverpachtung an Landwirte. Die Genossen werden möglichst direkt am Hofleben beteiligt.

Der Pachtvertrag der Kulturland eG garantiert dem Landwirt eine langfristige Flächensicherheit zu leistbarer Pacht. Im Gegenzug verpflichtet er sich über den Ökolandbau hinaus zur Einhaltung einer Reihe von Bedingungen, die die Einbindung des Hofes in dessen gesellschaftliches Umfeld gewährleisten. Damit soll sichergestellt werden, dass die genannten Leistungen des Hofes für die Region in der betrieblichen Entwicklung planmäßig verankert werden.

Unser Land in der Region

Initiator:BioAcker e.G.
Ort:57234 Wilnsdorf
Internet:in Arbeit

Beschreibung:
Die BioAcker e.G. ist eine gewerbliche Genossenschaft, die landwirtschaftliche Flächen erwirbt und diese unter der Bedingung einer regional eingebundenen ökologischen Bewirtschaftung verpachtet.

Ziel ist es, durch die ökologische Landwirtschaft die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig zu bewahren und nachhaltig zu steigern, hochwertige Lebensmittel in Verbindung mit größtmöglicher Biodiversität hervorzubringen und Menschen und Tieren damit eine gesunde Lebensgrundlage zu schaffen. Die BioAcker e.G. pflegt und bewahrt Kulturlandschaften als Ort und Heimat für menschliche Gemeinschaften.

Vor diesem Hintergrund erwirbt die Genossenschaft mit dem Geschäftsguthaben ihrer Mitglieder landwirtschaftliche Flächen, um sie regional eingebundenen Höfen zur ökologischen Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen, die sich den Zielen der Genossenschaft verpflichten. Die Mitglieder der Genossenschaft sollen in Gemeinschaft mit den Menschen auf den Höfen die Möglichkeit haben, persönliche Verantwortung für Grund und Boden wahrzunehmen und sich am Leben der Betriebe zu beteiligen. Dies soll ein Beitrag zur Entwicklung neuer und zukünftiger Eigentumsformen für eine nachhaltige Landwirtschaft sein.

Vergabe kirchlicher Landpachtflächen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Initiator:Evangelische Kirche Mitteldeutschland
Ort:39104 Magdeburg
Internet:www.ekmd.de

Beschreibung:
Von der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands werden ca. 75.000 ha land- und forstwirtschaftliche Fläche verwaltet. Die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen erfolgt über Pachtverträge mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben.

Bei der Pächterauswahl stehen dabei nicht die wirtschaftlichen Aspekte im Vordergrund, sondern die regionale Bewirtschaftung und der nachhaltige Umgang mit dem Boden. In den Pachtverträgen ist festgelegt, dass bei der Bewirtschaftung u.a. dem Umweltschutz in angemessener Weise Rechnung zu tragen ist. Insbesondere auf Bodengesundheit, Gewässer- und Artenschutz ist zu achten. Bodenerosion ist mit zumutbarem Aufwand zu vermeiden. Fäkal- und Klärschlämme, Fäkalien, gewerblicher Kompost, Papierschlämme oder vergleichbare Stoffe dürfen auf die Flächen nicht aufgebracht werden.

Der Bewirtschafter ist verpflichtet, auf eigene Kosten die ordnungsgemäße Bewirtschaftung in Form von Bodenuntersuchungsergebnissen und/oder Sortennachweisen über Saat- und Pflanzgut zu belegen. Neben einer Reglung zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Boden ist für die EKM eine sozialgerechte Verteilung des Bodens von großer Wichtigkeit.