Die besten 20 Projekte im Themenfeld "Regionaler Garten- und Gemüsebau"

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ANNALINDE Gärtnerei – Erhaltung des Kulturgutes Stadtgärtnerei durch ökologischen Gartenbau und partizipative Bildungsprojekte

Initiator:ANNALINDE gGmbH
Ort:04177 Leipzig
Internet:www.annalinde-leipzig.de

Beschreibung:
Die ANNALINDE gGmbH betreibt soziale urbane Landwirtschaft im Leipziger Westen. Ziel ist es, Orte des Austausches und des Lernens zu Fragen des lokalen und ökologischen Anbaus von Lebensmitteln, der biologischen Vielfalt, des nachhaltigen Konsums, des verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen und einer zukunftsfähigen Nachbarschafts- und Stadtentwicklung zu schaffen.

Die gemeinnützige Organisation betreibt einen Gemeinschaftsgarten und belebt eine Gärtnerei wieder, in der Gemüse nach den Maßstäben des ökologischen Landbaus ebenso wie soziales Miteinander und wechselseitiges Lernen kultiviert wird. Zusätzlich wird noch in diesem Jahr eine städtische Streuobstwiese auf einer alten Industriebrache etabliert, um diese für partizipative Bildungsangebote im Bereich der Umweltbildung und darüber hinaus zu nutzen.

Die ANNALINDE gGmbH sieht sich als modellhaftes Bindeglied und Multiplikator zwischen den Gemeinschaftsgärten als Begegnungs- und Bildungsorten, der regionalen, ökologischen Landwirtschaft als Teil der lokalen und ressourcenschonenden Ökonomie sowie regionalen VerbraucherInnen, um so auch das Bewusstsein für die Bedeutung städtischen Grüns und des Bodens als wichtigster Ressource zu fördern.

BioKräuter aus Oberhavel

Initiator:BioKräuterei - Matthias Anders
Ort:16515 Oranienburg
Internet:www.biokraeuterei.de

Beschreibung:
Die BioKräuterei Oberhavel will ein Beispiel dafür geben, wie nachhaltiges Wirtschaften unter regionalen Bedingungen verwirklicht werden kann, verbunden mit der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Vermittlung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und von entsprechenden Kompetenzen.

Mit der BioKräuterei Oberhavel sollte von Beginn an eine regional verankerte Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und umgesetzt werden. Durch Zusammenwirken von Erfahrungswissen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, gestützt durch die Anwendung moderner Technologie, sollte ein Modell nachhaltigen Wirtschaftens in der Region Brandenburg geschaffen werden.

Bestandteil der Strategie ist die Entwicklung einer hohen Bodenfruchtbarkeit in Wechselwirkung mit einer hohen Biodiversität. Dabei werden bewährte Arbeitsweisen insbesondere im Hinblick auf die Bodenverbesserung genutzt aber auch in Zusammenarbeit mit Fachleuten und Wissenschaftlern/innen neue Arbeitsweisen geschaffen.

Der Anbau der Pflanzen erfolgt nach biologischen und ökologischen Gesichtspunkten. Er unterliegt den Richtlinien und Kontrollen des Verbund Ökohöfe und der EU.

Bioveganes Gemüse, gemeinschaftlich angebaut

Initiator:Solidarische Landwirtschaft Gemeinschaftsgärtnerei Wildwuchs e.V.
Ort:
Internet:www.solawi-wildwuchs.de

Beschreibung:
Gründungsanstoß für die Gemeinschaftsgärtnerei war das Bedürfnis, die aktuellen Fehlentwicklungen der Agrarwirtschaft nicht weiter hinzunehmen, die zu Lasten der Lebensmittelqualität, der Verbrauchergesundheit und der natürlichen Boden- und Wasserkreisläufe gehen.

Durch einen grundlegend veränderten Ansatz sollen die Erzeuger wieder in die Lage versetzt werden, unter ethisch und ökologisch vertretbaren Bedingungen gesunde und schmackhafte Lebensmittel zu erzeugen.

Unter "Solidarische Landwirtschaft" wird eine Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft verstanden, die ihre Verantwortung für eine gesunde Agrikultur ernst nimmt und praktisch umsetzt. Die Mitglieder der SoLaWi verpflichten sich, die Ernte eines kleinen Bauernhofes zu einem Festbetrag abzunehmen und unter sich − ohne teuren Zwischenhandel − aufzuteilen. Zudem bringen sich die Verbraucher aktiv beim Anbau mit ein und durch das Zusammentreffen entstehen aus der Gemeinschaft heraus neue Verbindungen (z.B. Kochgruppen).

Abgerundet wird dieses Konzept in unserer Erzeugergemeinschaft durch die konsequent vegane Anbauweise des Gemüses. Aus ethischen und ökologischen Gesichtspunkten wird auf jegliche Zufuhr tierischer Bestandteile in den Betriebsablauf verzichtet und im Zuge des Anbaus sollen keine Tiere zu Schaden kommen. Auf der Fläche zur eigentlichen Gemüseproduktion wird eine Fruchtfolge gewählt, die möglichst günstig das Nährstoffangebot des Bodens nutzt.

Boden erleben

Initiator:
Ort:76327 Pfinztal
Internet:www.schulgaerten-bw.de

Beschreibung:
Im Rahmen des Biologieunterrichts zu dem Thema Ökologie wurden die Jahrgangsstufe 10 des Max-Planck-Gymnasiums durch zahlreiche Referate zu den Themen „Zukunft Boden“ und „Sortenvielfalt“ über die Problematik und die kritische Situation des Bodens und der Biodiversität aufgeklärt.

In dem Projekt „Gärtnern im Quadrat“ wollten die Klassen ihr so angeeignetes Wissen noch einmal vertiefen und sich aktiv an dem Aufbau eines nachhaltig fruchtbaren Bodens beteiligen.

Jeweils zu zweit legten sie in einer Kiste einen Quadratgarten an. Mit zwei unterschiedlichen Bodensubstraten sollten in den Gruppen die verschiedenen Wachstumsvorgänge beobachtet und verglichen werden. Es wurden vier verschiedene Samen und Setzlinge in die Kästen gepflanzt, die über einen längeren Zeitraum gepflegt und beobachtet wurden.

Bodenstationen Ökostation Freiburg

Initiator:Ökostation Freiburg
Ort:79110 Freiburg
Internet:www.oekostation.de/bodenstationen

Beschreibung:
Das Umweltbildungszentrum in Freiburg entwickelt innovative und attraktive Projekte zur Umweltbildung und zur nachhaltigen Entwicklung. Ein ökologisches Modellhaus und ein naturnahes Gartengelände mit Biogarten und Kräutergarten laden zur Besichtigung ein. Die Ökostation führt Veranstaltungsreihen, Seminare und Workshops für die Öffentlichkeit durch. Wichtige Zielgruppen sind Schulen und Kindergärten und Familien mit Kindern als Multiplikatoren. Die Ökostation bietet als außerschulischer Lernort vielfältige Möglichkeiten, Natur und Umwelt praktisch kennen zu lernen.

BODENSTATIONEN an der Ökostation ist ein Programm, das verschiedene Angebote für alle Altersgruppen anbietet. Dies ermöglicht lebenslanges Lernen rund um das Themenfeld Boden. Ziel ist es zu vermitteln, wie wichtig ein gesunder Boden ist und wie jeder Mensch selbst dazu beitragen kann, Boden zu erhalten, zu schützen und zu verbessern. Circa 15.000 Teilnehmer besuchen die Ökostation jährlich bei circa 600 Veranstaltungen. Schwerpunkt sind die Besuche im grünen Klassenzimmer.

Der „Fürstliche Spalierobstgarten“ im Putbusser Park – zurück zu einem Garten Eden

Initiator:Stadt Putbus in Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen
Ort:18581 Putbus
Internet:www.putbus.de

Beschreibung:
Das Biosphärenreservat Südost-Rügen hat im Rahmen der Bekämpfung des Riesenbärenklaus den alten Spalierobst- und Küchengarten des Fürstenhauses zu Putbus wiederentdeckt und gemeinsam mit der Stadt Putbus beschlossen, dieses einzigartige Zeitzeugnis wieder in Stand zu setzen.

Ziel der geplanten Rekonstruktion ist es u.a., zukünftig alte heimische Obstarten und die Gartenkultur des 19. Jhd., aber auch moderne Formen des Gartenbaus für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen.

Die Wiedereinführung der gärtnerischen Tradition an dem historischen Standort fördert den Erhalt und Wiederanbau alter Obst-, Kräuter- und Gemüsesorten sowie die Wiedererreichung der Bodengesundheit in einer lange vom Bärenklau überwucherten Fläche.

Die langfristige Erhaltung und die nachhaltige Nutzbarmachung genetischer Ressourcen, der Anbau und die Vermarktung regionaler, den Standortbedingungen angepasster Gemüse-, Obst- und Kräutersorten und die Gesunderhaltung des Bodens sind die zentralen Themen, die im Garten erreicht und vermittelt werden sollen.

Essbares München

Initiator:Green City e.V.
Ort:80337 München
Internet:www.greencity.de

Beschreibung:
Green City e.V. ist seit 1990 als Umweltverein in München aktiv. Ziel ist die Entwicklung einer „Essbaren Stadt“, in der öffentliche Grünanlagen mit Nutzpflanzen bepflanzt werden, die dann von den BürgerInnen geerntet werden können. Damit soll ein Bewusstsein für boden- und klimabewusste Lebensmittelproduktion geschaffen werden.

Inzwischen wurde auf einer Fläche von 250 m², die von der Stadt München zur Verfügung gestellt wurde, ein Garten angelegt und ein Garten- und Bildungsprojekt entwickelt. Green City begleitet das Projekt und führt zusätzliche Bildungsmaßnahmen durch: Wissenvermittlung über ökologischen Anbau, lokalen und saisongerechten Nutzpflanzenanbau, die langen Transportwege der Lebensmittel und des damit verbundenen CO2-Ausstoßes.

Gegärtnert wird nur ökologisch, mit Bewusstsein für Klima und Boden. In Einzelbeeten übernehmen die BürgerInnen selbst Bepflanzung und Pflege, zusätzliche Gemeinschaftsbeete werden von allen betreut. Diese Beete stehen auch anderen Besuchern für Bildungsmaßnahmen zur Verfügung, zum Beispiel benutzen umliegende Schulen die Beete als "Grünes Klassenzimmer". Im Vorbeigehen pflücken ist in den Gemeinschaftsbeeten erlaubt.

Floratop® und Heimatkontor. Die Erden aus der Region - für die Region

Initiator:Humus- & Erden Kontor GmbH
Ort:37249 Neu-Eichenberg
Internet:www.humus-erden-kontor.de

Beschreibung:
Das Floratop® Regionalerdensystem ist ein franchiseartiges Dienstleistungsprodukt, mit dem Erden und Substrate auf Kompostbasis sowohl regional hergestellt als auch vermarktet werden.

Mit diesem Konzept werden ursprünglich rein zum Zweck einer Abfallbehandlung konzipierte und operierende Kompostierungsbetriebe mit der zusätzlichen Kompetenz ausgestattet, ein nachgefragtes Erdensortiment für den Hobby- und Profigartenbau sowie für die Landwirtschaft aus Regionalkomposten und anderen weitgehend regionalen Rohstoffen herzustellen.

Diese Produkte werden sonst i.d.R. in zentralisierten Betrieben der Erdenindustrie produziert.

Alle Produkte werden unter „regionalem Label“ (z.B. Oberhessen, Hannover) in Kombination mit der geschützten Dachmarke Floratop® vermarktet. Der Vertrieb der Produkte erfolgt „nahe am Kunden“ über den Aufbau eines regionalen Verkaufsstellennetzes (z.B. Kompostierungsanlagen, Wertstoffhöfe, Handel, GaLaBau- und Landwirtschaftsbetriebe).

Freiluftsupermarkt

Initiator:bauchplan ).(
Ort:
Internet:www.freiluftsupermarkt.de

Beschreibung:
Auf Basis des Gedankens der Wiederentdeckung des Erntens im urbanen Alltag will das Projekt für Entdeckerinnen und Kundinnen der Freiluftsupermärkte die Selbsternte mit dem Erlebnis der Unmittelbarkeit der Produkte und Produktionszyklen koppeln.

Das Einkaufserlebnis wird um die Erntephase verlängert, es wird zum Landschaftserlebnis. Freiluftsupermarktkundinnen bekommen einen Bezug zu ihrem erworbenen Produkt, erkennen Abweichungen von der Norm als Qualität, Diversität und Wahlmöglichkeit wird durch die Direkternte gefördert.

Die urbane Nahrungsmittelstrategie wird zu einem städtebaulichen Instrument im Übergang zwischen Landwirtschaft und Stadt. In den beerntbaren Landwirtschaftsparks werden die Relationen von Fläche und Boden, Zeit und Witterung in Bezug auf die von uns benötigten Nahrungsgrundlagen neu erlebbar. Idee ist es, jenseits des urbanen Gärtnerns urbane Nahrungsmittelproduktion nahe an die Konsumenten zu bringen und eine Naturerfahrung durch das Ernten im urbanen Alltag zu ermöglichen.

Gemüsebeete statt Ziergewächse

Initiator:Garten AG der Reichenberg Schule
Ort:64385 Reichelsheim
Internet:www.reichenberg-schule.de

Beschreibung:
Die Garten AG besteht aus 12 Kindern aus der 1. bis 4. Klasse sowie Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die sich 1x in der Woche treffen und sich um den Schulgarten der Schule kümmern.

Geleitet wird die Garten AG von einem Fachwart für Gartenbau und einer Lehrerin. Ursprünglich wuchsen in den acht Pflanzkübeln auf dem Schulhof einige Zierpflanzen und Unkraut. Die Kinder kamen auf die Idee, aus den Pflanzkübeln einen Gemüsegarten zu machen, um zu sehen, zu riechen und zu schmecken, wie anders das eigene Gemüse im Vergleich zu Produkten aus dem Supermarkt ist.

Da in der Schule in einer Koch AG auch regelmäßig gekocht wird, gibt es in der Schule direkte Abnehmer für das Gemüse.

Generationengarten Junges Gemüse und Alte Eiche

Initiator:Aktiv in MV gGmbH Freie Grundschule Bröbberow
Ort:18258 Bröbberow
Internet:www.aktivinmv.de

Beschreibung:
Das Ziel des generationsübergreifenden Gartens ist es, ganzheitliches Wissen an Kinder weiterzugeben. Dies geschieht nicht nur durch die Lehrkräfte im Rahmen des Unterrichts oder durch die Erzieher im Schulhort, sondern auch durch Menschen, die sich jahrelang mit dem Thema Garten beschäftigt haben und ihr erworbenes Wissen an die jüngere Generation praxisorientiert weitergeben möchten. So zeigen z.B. Senioren und Biolandwirte den Kindern, wie man früher einen Boden bearbeitet oder ein Feld bestellt hat.

Durch einen lebendigen, integrativen Dialog zwischen Menschen aller Altersgruppen wird gegenseitiges Verstehen und voneinander Lernen ermöglicht. Gleichzeitig können unterschiedliche Potenziale und Fähigkeiten genutzt werden. Ein unbeschwertes Lernen im Freien und das gemeinsame Arbeiten in der Natur und die Erfahrungen durch die Natur fördern eine gegenseitige Wertschätzung. Vor Allem erwächst die Achtung vor der Umwelt und darauf aufbauend das Bewusstsein, sie zu schützen. Leitgedanke des Gartens ist daher: "Nur wer etwas zu schätzen gelernt hat, der schützt es auch."

Gesundheit durch fermentierten Kompost

Initiator:Stephan Lehmann
Ort:14193 Berlin
Internet:www.gruenes-getriebe.de

Beschreibung:
Ausgehend von dem Leitsatz des Projektes "Die Gesundung der Menschen fängt bei der Düngung, dem Misthaufen an", entstand während der praktischen Arbeit bei einer Gewässersanierung in Franken der Gedanke, ob es möglich wäre, Bodengesundheit in andere Aggregatzustände zu überführen.

Lange Jahre der empirischen Arbeit waren notwendig, um letztlich ein Herstellungsverfahren zu entwickeln, das dieses erlaubt.

Es handelt sich im Prinzip um ein Produkt aus fermentiertem und in Wasser gelöstem Kompost. Durch dieses Verfahren werden wertvolle Mikroorganismen aus dem Kompost vermehrt. So können diese hilfreichen Mikroorganismen in viele verschiedene Anwendungsbereiche gebracht werden, wie z. B. Ernährung, Pflege, Gesundheit, Natur und vieles mehr. Maßnahmen, bei denen dieses Verfahren zum Einsatz kommt, sind z.B. die Beimpfung von Lebensräumen sowie bei der Gewässer- und Bodensanierung und der Baumpflege.

Ergänzt wird die Arbeit durch Schulungen zur Durchführung der oben genannten Maßnahmen, durch die Entwicklung von Methoden zur praktischen Umsetzung und der Entwicklung und Gestaltung von Biotopen.

Gutes Gemüse - Initiative für eine nachhaltige Landwirtschaft

Initiator:Gutes Gemüse e.V.
Ort:76356 Weingarten
Internet:www.gutesgemuese.de

Beschreibung:
Gutes Gemüse ist eine Initiative zur Förderung der naturnahen Landwirtschaft und der nachhaltigen Entwicklung im lokalen Kontext der Gemeinde Weingarten. Ziel ist die Produktion von Lebensmitteln, die gut schmecken und gesund sind, die kurze Transportwege haben und die Wirtschaft vor Ort stärken und die zu einem Erhalt und Ausbau der Bodengesundheit beitragen.

Die Initiative stützt sich dabei auf drei Schwerpunkte: Aufbau einer Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi), über die rund 100 Personen lokal angebautes Gemüse beziehen und mit ihrer finanziellen Vorleistung zum Erhalt und Ausbau der ökologischen Landwirtschaft beitragen. Bildungsaktivitäten, wie z.B. Koch-Veranstaltungen, Feldbegehungen und Feldeinsätzen zum Kennenlernen der ökologischen Feldarbeit, öffentliche Diskussionsveranstaltungen und Filmabende. Gründung eines lokalen „Farmers Market“, der privaten ErzeugerInnen eine einfache Absatzmöglichkeit für überschüssiges Obst und Gemüse bietet und eine Einkaufs-Gemeinschaft für Fleisch und Milchprodukte aus ökologischer Produktion in der Region schaffen soll.

Permakultur-Park Bischbrunn

Initiator:Jonas Gampe
Ort:97836 Bischbrunn
Internet:www.kreislauf-gaerten.de

Beschreibung:
Durch das Anlegen des Permakultur-Parks sollten folgende Haupteffekte erzielt werden: Herstellung von eigenem Obst, Gemüse, Feldfrüchten und Kräutern, Experimentier-Gelände für alternative Anbau- und Gestaltungsmethoden, Raum für Seminare und Workshops sowie ein Erholungs- und Schau-Garten für Besucher.

Die Umsetzung sollte sich möglichst auf Ressourcen vor Ort beziehen und gänzlich ohne chemische und auch stark konzentrierte biologische Hilfsmittel auskommen. Dadurch konnten einige neue Techniken der Beet-Anlage entwickelt werden. Durch die Anlage von Feldhecken aus essbaren und heimischen Wildgehölzen, dreier Feuchtbiotope, unterschiedlicher Wiesenflächen, einer Streuobstwiese, vielfältigen Gemüsebeeten, eines Waldstückes, mehreren Wärmefallen, Sukzessionsflächen, viele Natursteinmauern und eines Erntelandes wurden die Haupteffekte erfüllt. Positiven Nebeneffekte sind Humusbildung statt Erosion, Förderung der Biodiversität, Windschutz, Ansiedlung viele Wildbienen und andere Nützlinge, Wasserrückhaltung, Schaffung neuer Lebensräume usw.

Hecken und Wald sind so angeordnet, dass sie das Gemüsewachstum unterstützen, die Wiesenmahd dient der Feldanlage und mit dem Gehölzschnitt werden Hoch- und Hügelbeete angelegt. So sind äußerst effektive Kleinkreisläufe entstanden, die viel Arbeit und Materialkosten sparen.

Regenerierung von degradierten Böden durch ökologisch nachhaltigen Dünger

Initiator:Nadine Antic
Ort:72829 Engstingen
Internet:www.albfertil.de

Beschreibung:
Die albfertil GmbH ist ein Ingenieurdienstleister für Abfall- und Wertstoffmanagement und hat sich zur Aufgabe gesetzt, alternative Entsorgungs- oder Weiterverarbeitungsoptionen zu finden. In der Lebensmittelindustrie haben viele Firmen bei der Entsorgung der in großen Mengen anfallenden organischen Abfälle nur mangelhafte Entsorgungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang ist die Gesellschaft auf die Verarbeitung von organischen Abfällen zu hochwertigem Sekundärdünger gestoßen.

Dabei werden die Abfälle nicht nur recycelt, sondern auch aufgewertet, womit ein kostengünstiger, energiearmer, emissionsfreier und natürlicher Dünger produziert wird. Das Verfahren beruht auf der gezielten Verarbeitung des Materials durch Würmer. Wurmhumus enthält sowohl pflanzenverfügbare Nährstoffe als auch eine große Menge und Vielfalt an Bodenleben, Huminsäuren, Enzymen und Botenstoffen. Dadurch stärkt Wurmhumus die Pflanzen und beugt Krankheiten sowie Schädlingen vor.

Weitere Vorteile durch den Gebrauch des Wurmdüngers sind u.a. die Pufferung des pH-Werts der Böden, eine höhere Wasserspeicherfähigkeit, Minimierung von Auswaschungen, Reduzierung von Krankheits- und Schädlingsdruck sowie eine langfristige Förderung des Humusgehalts.

Texas Bio Gold

Initiator:Texas Bio-Energie GmbH u. Co KG
Ort:49661 Cloppenburg
Internet:www.texas-bioenergie.de

Beschreibung:
„Texas Bio Gold“ ist ein Substrat zur Bodenverbesserung. Der Betreiber der Biogasanlage separiert aus den anfallenden Gärresten ein Drittel der Feststoffe. Diese Feststoffe werden mit diversen Zuschlagstoffen und Mikroorganismen angereichert. Das gewonnene Produkt enthält neben nährstoffreichem organischem Grundmaterial wasserspeichernde Bestandteile und pflanzenverfügbare Nährstoffkombinationen. Das Substrat nimmt einen hohen Anteil seines Eigengewichts an Feuchtigkeit auf und gibt über lange Zeit gleichmäßig Nährstoffe und Wasser wieder ab.

Durch die weiteren Inhaltsstoffe wie Mikroorganismen, Pflanzenkohle, Urgesteinsmehl, Keramikpulver und die darin enthaltenen Spurenelemente und Mineralien wird den vorhandenen Flächen Biomasse zugeführt. So wird eine wirksame Vorsorge gegen bereits vielflächig vorhandene Bodenschädigungen durch Erosion, Verdichtung, Versalzung und Überdüngung, vorgenommen.

Das Substrat hat eine nachhaltige Wirkung, da durch den Humusaufbau in den Flächen die Desertifikation des Bodens verhindert wird.

Verbesserung der Ernährung und des Einkommens in 7 Dörfern in Zentralkalimantan

Initiator:Susila Dharma - Soziale Dienste e.V.
Ort:21109 Hamburg
Internet:www.susiladharma.de

Beschreibung:
In Bukit Batu, Zentralkalimantan/Indonesien, hatten die Dorfbewohner vor Beginn des Projekts große Schwierigkeiten, auf erodierenden Böden genügend Erträge zu erzeugen, um eine ausgewogene Ernährung ihrer Familien sicherzustellen.

Um den ständigen Einsatz großer Mengen an Pestiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln zu vermeiden, wurden zwei landwirtschaftliche Zentren aufgebaut, in denen der Bevölkerung nachhaltige und ökologische Landwirtschaft vermittelt werden - etwa die Eigenproduktion von Samen und Setzlingen oder die Herstellung ökologischer Düngemittel wie Humus.

Bisher wurden ca. 300 Familien im Einrichten und Bestellen von Hausgärten zur Eigenversorgung geschult, um die Ernährung der Menschen mit Vitaminen und Mineralien zu verbessern. Der pH-Wert des Bodens verbesserte sich an vielen Stellen deutlich. Keiner der Teilnehmer verwendet noch chemische Düngemittel oder Pestizide. Die Familien ernähren sich kontinuierlich mit hochwertigem Gemüse. In einer zweiten Phase sollen nun weitere 150 Familien in das Programm aufgenommen werden.

WirGarten - Deine GemüseGenossenschaft

Initiator:Matti Pannenbäcker
Ort:21335 Lüneburg
Internet:

Beschreibung:
In der GemüseGenossenschaft „WirGarten Lüneburg eG“ können die Mitglieder mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen einjährige Ernteverträge abschließen, die sie das ganze Jahr über wöchentlich mit Bio-Gemüse versorgen. WirGarten wird von professionellen Gärtnern betrieben und liefert das Gemüse an zentrale Orte, wo die Mitglieder ihre Ernteanteile abholen und passende Kochrezepte zur Saison erhalten. Darüber hinaus können Mitglieder ihren stadtnahen WirGarten besuchen, freiwillig mitarbeiten und an Events teilnehmen.

Mit regelmäßigen Veranstaltungen wie der gemeinsamen Kartoffelernte, Gartenführungen, Gartenfestivals und Running Dinners soll eine lokale Bewegung für eine neue Kultur und Wertigkeit von Essen, Kochen, Lebensmitteln, Landwirtschaft, Natur und damit auch Boden geschaffen werden.

Das Gemüse aus dem WirGarten wird weit über den EU-Bio-Standards angebaut. Durch eine weite sechsjährige Fruchtfolge, die ausschließliche Verwendung samenfester Sorten bei einer Vielfalt von mehr als 50 angebauten Kulturen, den Verzicht auf organische Handelsdünger tierischer Herkunft sowie die Anlage von Blühstreifen auf den Gemüseflächen wird ein wertvoller Beitrag zur Arten- und Saatgutvielfalt sowie zur Bodengesundheit geleistet.

Wurmpalast.de – Biomüllentsorgung und kommunale Bodenverbesserung durch Regenwürmer und Wurmhumus

Initiator:Dr. Kai Behnke
Ort:49324 Melle
Internet:www.wurmpalast.de

Beschreibung:
Ziel des Projektes ist die Gewinnung eines umweltfreundlichen Bodendüngers durch Bioabfallverwertung.

Pro Sekunde landen in Deutschland 313 Kilo Lebensmittel im Müll. Völlig unsinnig ist die investierte Arbeit, die Nutzung oder Überbeanspruchung von Böden, das investierte Potenzial, wenn die Lebensmittel letztlich nur für die Müllkippe produziert werden. Gleichzeitig degradieren weltweit Böden, das heißt: Vielerorts verschlechtert sich die Bodenqualität immens. Ein Grund hierfür kann u.a. eine unzureichende Zufuhr von organischem Dünger sein.

Das Projekt möchte einen Beitrag zur Milderung des Problems leisten. Dies geschieht durch das Anlegen von „Regenwurmfarmen“ bzw. „Wurmkisten“. Der entstehende Biomüll wird einfach an Regenwürmer verfüttert. Deren Ausscheidungen (Wurmhumus) stellen einen hervorragenden natürlichen Pflanzendünger dar. Der Dünger wird einfach in die ersten zwanzig Zentimeter des Oberbodens (im Garten, auf einem Acker etc.) eingegraben. Zudem fallen durch die Regenwurmfarmen noch diverse Wurmkokons an, welche, nachdem die Würmer geschlüpft sind, beispielsweise für eine gute Durchlüftung des Bodens sorgen.

ZusammenWachsen - Ein Bildungs- und Erfahrungsgarten

Initiator:Malteser Hilfsdienst e.V.
Ort:12353 Berlin
Internet:www.malteser-berlin.de/manna

Beschreibung:
Das Bild der Gropiusstadt ist von vielen Hochhäusern gekennzeichnet. Kaum jemand besitzt einen eigenen Garten. So wundert es nicht, dass viele Kinder nicht wissen woher die Pommes kommt. Woraus wird Ketchup gemacht und wächst der Kürbis am Baum? Kinder nehmen das Essen zwar zu sich, setzen sich aber kaum mit der Herkunft und dessen Verarbeitung auseinander.

Daher sieht das Familienzentrum einen großen Bedarf in der Bildung über und das praktische Erleben von Garten und Natur. Im Gegensatz zum schulischen Unterricht haben die Kinder im Bildungs- und Erfahrungsgarten die Möglichkeit, sich Natur und Umwelt praktisch anzueignen. Die Kinder können die Entwicklung im Garten real miterleben und in einem Pflanzentagebuch dokumentieren.

Die Nachwuchsgärtner bauen Gemüse selber an, lernen verschiedene Regenwasserauffanggeräte kennen und sehen, dass Laub kein Abfall ist, sondern sich hervorragend als Material zur Beetaufbereitung eignet. Der Bau eines Insektenhotels verrät vieles über die Gartenbewohner. Die Kinder erfahren mehr zur Klima- und zur Bodenkunde. Tastspiele bewusstes Hören von Gartentieren sowie Becherlupen lassen Kinder zu Naturforschern werden.