Die besten 20 Projekte im Themenfeld "Flächennutzung, Flächenmanagement und Flächenrecycling"

  • Wechseln zum Themenfeld

Allgemeingut Boden

Initiator:Steffen Grau
Ort:90610 Winkelhaid
Internet:www.dasmanifest.net

Beschreibung:
Durch den aufgrund der Niedrigzinspolitik verursachten Anstieg von Grundstückspreisen entwickelte der Initiator ein immer größeres Unverständnis für die Tatsache, dass man Grund und Boden erwerben und besitzen muss. Er verfasste ein Manifest, das auf dem Gedankens Boden = Allgemeingut basiert. Daraus entstand der Verein "Allgemeingut Boden e.V.", der vorwiegend größere Flächen erwerben möchte, um darauf Wohnmodelle im Sinne des Gemeinschaftsgedankens zu realisieren.

Grund und Boden soll als Allgemeingut verstanden und ein ganzheitlicher, ökologischer und nachhaltiger Umgang mit Grund und Boden gefördert werden. Ziel ist es, den Menschen Grund und Boden zu überlassen. Dies geschieht zu einem geringen finanziellen Beitrag, um die Errichtung von gesundem, ökologischem, nachhaltigem und sozialem Wohnungsbau zu unterstützen. Außerdem möchte der Verein soziale Wohn- und Lebensgemeinschaften für Familien und Alleinstehende sowie Ältere und hilfsbedürftigen Menschen fördern und baulich umsetzen.

BALDWALD: Neue Wälder durch Baumpatenschaften

Initiator:Forstbetrieb BALDWALD
Ort:28203 Bremen
Internet:www.baldwald.de

Beschreibung:
Das Projekt BALDWALD ist organisatorisch ein privater Forstbetrieb. Idee des Projekts ist es, über Baumpatenschaften und teilhabenden Aktionen viele Menschen, die selbst nie einen Baum pflanzen können, an neuen Wäldern zu beteiligen. Zwei neue Laub-Mischwälder mit ca. 13.000 Bäumen wachsen bereits, weitere sind geplant.

Baumpaten und -patinnen bei BALDWALD haben jederzeit Zugang zu den Patenbäumen, werden auch langfristig informiert und sind vielfältig am Projekt beteiligt. Für eine Baumpatenschaft gibt es eine persönliche Urkunde, die Wegbeschreibung, umfassende Besuchs- und Fotorechte und auf Wunsch jährlich einen neuen Waldbrief.

Biomassepark Hugo

Initiator:RAG Montan Immobilien GmbH
Ort:45141 Essen
Internet:www.rag-montan-immobilien.de

Beschreibung:
Der Biomassepark Hugo auf dem Standort des ehemaligen Bergwerks Hugo 2|5|8 in Gelsenkirchen-Buer ist die erste großflächige Kurzumtriebsplantage in einem europäischen Ballungsraum auf einer ehemals bergbaulich genutzten Fläche in der Metropole Ruhr. Auf einer Fläche von ca. 22 Hektar entsteht eine Parkanlage mit schnell wachsenden Gehölzen.

Es wird untersucht, wie durch den Biomasseanbau die ehemals bergbaulich genutzte Fläche sowohl räumlich als auch sozial wieder in das städtische Umfeld von Gelsenkirchen eingebunden werden kann. Der Biomassepark soll als öffentlicher Raum gestaltet werden, der auch für Projekte der Umweltbildung und für Freizeit- und Erholungsnutzung offen stehen soll.

Von der südlich des Biomasseparks gelegenen Halde Rungenberg, die Bestandteil der „Industriekulturroute Ruhrgebiet“ ist, werden Besucher künftig einen Überblick über das Gelände haben und so den Dreiklang aus Halde, Plantage und einer „Natur auf Zeit-Parzelle“ im Norden des Biomasseparks gut nachvollziehen. Der östliche Bereich des Biomasseparks in unmittelbarer Nähe zum Regionalforstamt soll als „Landschaftslabor“ gestaltet werden.

Bodenfunktionsbewertung für die Raum- und Bauleitplanung für Hessen und Rheinland-Pfalz

Initiator:Ingenieurbüro Schnittstelle Boden
Ort:61239 Ober-Mörlen
Internet:www.schnittstelle-boden.de

Beschreibung:
Die Bodenfunktionsbewertung bildet einen zentralen Baustein im Rahmen der Umweltprüfung für das Schutzgut Boden in der Bauleitplanung.

Die bisherigen bodenkundlichen, geomorphologischen oder sich auf einzelne Funktionsaspekte beziehenden Ausführungen zum Schutzgut Boden in den Umweltberichten sind bei der Beschreibung und Bewertung des Ist-Zustands durch die Betrachtung insbesondere der natürlichen Bodenfunktionen nach BBodSchG zu ergänzen. Die hierzu erforderlichen Daten und Karten zur Bewertung von Bodenfunktionen und -eigenschaften wurden in einem länderübergreifenden Projekt vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) und dem Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz (LGB) in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Schnittstelle Boden erarbeitet.

In der Umweltprüfung von Bauleitplänen nach dem Baugesetzbuch (BauGB) werden für die Umweltbelange – und damit auch die Belange des Bodenschutzes – die voraussichtlichen Auswirkungen des Planes beschrieben und bewertet. Dabei wird zunächst der aktuelle Bodenzustand (Ist-Zustand) ermittelt und bewertet. Im Rahmen der Auswirkungsprognose bzw. der Umweltfolgenabschätzung wird eine Bewertung des Bodenzustands bei der Durchführung der Planung vorgenommen. Die Bodenbewertung erfordert eine Beurteilung der im Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) verankerten natürlichen Bodenfunktionen sowie der Funktion der Böden als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Aufbauend auf der vergleichenden Bodenfunktionsbewertung von Ist-Zustand und Durchführung der Planung wird der bodenbezogene Kompensationsbedarf ermittelt.

Bodenschutzkonzept Stuttgart (BOKS)

Initiator:Amt für Umweltschutz Landeshauptstadt Stuttgart
Ort:70182 Stuttgart
Internet:www.stuttgart.de/bodenschutzkonzept

Beschreibung:
Zur Jahrtausendwende wurde offensichtlich, dass die fortgesetzte rapide Besiedelung seit 1900 zu einem vollständigen Verlust der Böden und Freiflächen Stuttgarts bis etwa 2080 führen würde. Um diesen Trend zu brechen wurde 2001 beschlossen, ein "Bodenschutzkonzept Stuttgart" (BOKS) zu entwickeln. Die Inanspruchnahme naturnaher Böden im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Bodenressourcen sollte ab jetzt gesteuert werden.

Seit 2006 sind die Methoden und Ziele des BOKS per Gemeinderatsbeschluss verbindlicher Bestandteil der Stuttgarter Bauleitplanung. Damit ist es gelungen, trotz moderner Stadtentwicklung auf eine Neuinanspruchnahme von Böden weitestgehend zu verzichten.

Inzwischen hat konzeptioneller Bodenschutz in der Bauleitplanung eine Rechtsgrundlage. Deren praktische Umsetzung unterstellt, dass Planer und Kommunen über geeignete Fachgrundlagen und Indikationsmethoden zur Beurteilung der Bodeninanspruchnahme verfügen. Zusätzlich wird verlangt, für alle von Planungen betroffenen Umweltmedien – hierzu zählt in erster Linie der Boden – Ziele zu definieren und Maßnahmen vorzubereiten, mit denen eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft betrieben werden kann. Dies schließt Erfolgskontrollen im Sinne eines Monitorings und Korrekturen durch Steuerung mit ein.

Familienlandsitzsiedlung Traumland Lychen

Initiator:Verein Traumland Lychen (i.Gr.)
Ort:99084 Erfurt
Internet:www.traumland-siedlung.de

Beschreibung:
Die Familienlandsitzsiedlung (FLSS) besteht aus mehreren Familienlandsitzen (FLS) von jeweils einem Hektar, auf dem jeweils eine Familie lebt. Zusätzlich hat die Siedlung gemeinschaftliche Flächen wie Wege, den zentralen Versammlungsplatz, die Schule, Werkstätten, Weiden u.a.m.

Zum Projekt gehören derzeit rund 45 Hektar Land inklusive 8 Hektar Wald. Die Besiedlung ist ab Frühjahr 2016 geplant.

Ein Hektar ist groß genug, um Lebensraum und Lebensmittel für eine Familie zu bieten und klein genug, um von einer Familie bearbeitet werden zu können. Der FLS ist von einem lebendigen Zaun umgeben, einer dichten Hecke aus Bäumen und Sträuchern, die die natürliche Grenze des FLS darstellt und gleichzeitig Beeren, Früchte, Nüsse, Holz und Windschutz bietet. Die Hälfte bis zwei Drittel jedes FLS wird mit Laub-, Nadel-, Obst und Nussbäumen bepflanzt, so dass mit der Zeit ein Mischwald heranwächst. Jeder FLS verfügt über einen Gemüse- und Kräutergarten. Das Haus auf dem FLS wird aus natürlichem Material gebaut.

Die Bewohner der FLSS erschaffen eine vielfältige und intakte Umwelt für Pflanzen, Tiere, Menschen und Boden. Die Verbundenheit mit dem eigenen Stück Land und das gemeinsame Leben und Arbeiten stärken den Zusammenhalt und die Harmonie innerhalb der Familie und der Gemeinschaft der FLSS.

Familienlandsitzsiedlung Weda Elysia

Initiator:Weda Eysia e.V.
Ort:38889 Wienrode
Internet:www.weda-elysia.de

Beschreibung:
Ziel des Projektes ist eine friedliche, gesunde und langanhaltende Gemeinschaft von Menschen, Tieren, Pflanzen und allen anderen Lebewesen.

Das Projekt beruht auf einer ganzheitlicheren Idee aus der Anastasia-Buchreihe von Wladimir Megre: Dem Familienlandsitz. Jeder Einzelne bzw. jede Familie der Gemeinschaft möchte einen Hektar Land in einen Waldgarten wandeln um einen idealen Lebensraum für den Menschen mit sauberem Wasser, duftender Luft, gesunder Nahrung und natürlichem Schutz zu schaffen.

Der Aufbau des naturgegebenen Lebensraums im Ostharz-Vorland erfolgt schrittweise. Als Forschungs- und Pilotprojekt wird das Vorhaben ohne staatliche Subventionen realisiert.

Die Initiatoren befassten sich intensiv mit der Permakultur, traditionellen Heilkräutern, ökologischem Hausbau und Umwelt-Ingenieurwesen. Das Wissen wird zusätzlich für die Allgemeinheit nutzbar gemacht indem Vorträge gehalten und Filmvorführungen organisiert werden.

Leitfaden Boden - Aachener Leitfaden zur Bewertung von Eingriffen in das Schutzgut Boden

Initiator:Stadt Aachen, Fachbereich Umwelt
Ort:52064 Aachen
Internet:http://aachen.de/de/stadt_buerger/umwelt/pdf/leitfaden_schutzgut_boden.pdf

Beschreibung:
Im Rahmen der Umweltprüfung zur „Hochschulerweiterung Campus Melaten“ in Aachen wurde ein hoher Anteil an schutzwürdigen und besonders schutzwürdigen Böden ermittelt. Da mit den gängigen Bewertungsverfahren die zu erwartenden relevanten Eingriffe in das Schutzgut Boden bei diesem Projekt nicht fachgerecht wiedergegeben werden konnten, wurde ein allgemeines Bewertungssystem für das Schutzgut Boden entwickelt.

Dieses Bewertungssystem ermöglicht, neben dem quantitativen Bodenverlust, d.h. den reinen Flächenverbrauch, auch den qualitativen Bodenverlust über den Grad der Schutzwürdigkeit der Böden vor und nach dem Eingriff zu bemessen und zu bewerten. Damit einhergehend kann der Ausgleichsbedarf direkt abgeleitet werden. Die Bilanzierung des Eingriffes sowie die Ermittlung des Ausgleichsbedarfs erfolgen anhand eines Punktwertverfahrens.

Der Leitfaden ermöglicht es der Stadt Aachen, die Belange des Bodens in allen raumwirksamen Planungsvorhaben (insbesondere Bauleitplanung) einzubringen. Darüber hinaus ist der Leitfaden ein wichtiges Instrument für den dringend gebotenen Schritt in eine nachhaltige Bodenbewirtschaftung, die den besonderen Wert des Bodens anerkennt sowie die Flächeninanspruchnahme auf "grüner Wiese" auf Innenentwicklung und Flächenrecycling lenkt.

Mission Flachwassertümpel Feuchtbiotop UCKERSDORF

Initiator:Wilhelm-von-Oranien-Schule, neu- und altsprachliches Gymnasium
Ort:35683 Dillenburg
Internet:www.wvo-dbg.de

Beschreibung:
Der Wahlunterrichtskurs "Erdkunde in freier Natur" koordiniert und führt verschiedene Naturschutzprojekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Einrichtungen durch, um Einsichten in den Klimawandel, den Umweltschutz und die Biodiversität auch aktiv an praktischen Beispielen vermitteln zu können.

Ein Projekt war die Neuanlage und Pflege von naturnahen Flachwassertümpeln als Amphibienbiotope. Unter Auflage von Pflegemaßnahmen für schulische Forschungs- und Beobachtungsaufgaben wurde eine ca. 3000 qm große Fläche zur Verfügung gestellt, auf der bereits ein Standort für Reptilien angelegt war. Neben diesem sollte eine Feuchtbrache in das Entwicklungs- und Pflegekonzept mit einbezogen werden, um weitere Synergieeffekte für Amphibien, wie Gelbbauchunke, Laub- und Grasfrosch zu erzielen.

Mit dem Projekt sollen die Schüler/-innen aber auch andere junge Menschen praktische Möglichkeiten erfahren, aktiv am Naturschutz teilzunehmen, Zusammenhänge in ökologischen Fragen und die Notwendigkeit des Erhalts der Biodiversität zu erkennen.

Natur in graue Zonen – Kampagne zur naturnahen Begrünung innerstädtischer Firmengelände

Initiator:Wissenschaftsladen Bonn e.V.
Ort:52113 Bonn
Internet:www.natur-in-graue-zonen.de

Beschreibung:
"Natur in graue Zonen zu bringen". Unter diesem Motto steht die dreijährige Kampagne in den drei Modellstädten Duisburg, Erfurt und Wiesloch, die nun – im letzten Projektjahr – auch auf weitere Städte ausgedehnt werden soll.

Neben dem direkten ökologischen Nutzen zielt die Kampagne darauf ab, für die innerstädtischen Spielräume und Potenziale einer Entsiegelung und entsprechenden Begrünungen zu sensibilisieren. UnternehmerInnen und BürgerInnen werden zu Akteuren und können Teile ihrer Betriebsflächen begrünen, ohne dass dabei die Funktionsflächen eingeschränkt werden. Daher werden exemplarische Flächen - Eingangsbereiche, Parkplätze, Außenbegrenzung, Aufenthaltsbereiche - von 50-100 qm Größe bearbeitet. Mit einer solchen "Grünen Visitenkarte", die die Stadt grüner und lebenswerter werden lässt, gewinnt das Unternehmen zusätzlich an Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter/innen.

Um eine langfristige Verankerung und Akzeptanz in den beteiligten Modellstädten zu ermöglichen, werden Projektpartnerschaften mit den jeweiligen Bürgerstiftungen und Wirtschaftszusammenschlüssen in den beteiligten Städten vereinbart.

Ökologische Aufwertung und Erhalt von Kulturflächen. Förderung der Biodiversität und Schutz landwirtschaftlicher Böden

Initiator:Naturlandstiftung Kreis Groß-Gerau
Ort:64347 Griesheim
Internet:www.naturlandstiftung-groß-gerau.de

Beschreibung:
Die Naturlandstiftung setzt sich für die Erhaltung der Kulturlandschaft im Kreis Groß-Gerau ein und engagiert sich finanziell, aber auch über die eigenen Mitglieder, für eine Verbesserung der Vielfalt und Artausstattung (Biodiversität) der Landschaft in der nördlichen Oberrheinebene.

Über 20 verschiedene Flächen sind mittlerweile inmitten einer intensiv genutzten Kulturlandschaft (Landwirtschaft, Gemüseanbau etc.) ökologisch aufgewertet worden. Sie reichen von reinen Streuobstwiesen über Heckenanpflanzungen bis hin zu parkwaldartigen Strukturen. Damit sind auch die wertvollen Böden der Oberrheinebene einem Schutz unterzogen und die natürliche Vegetation kann sich dort entsprechend ausbreiten. Die jährliche Pflege dieser Flächen wird von der Naturlandstiftung Kreis Groß-Gerau durchgeführt und finanziert.

Die angelegten Biotope dienen nicht nur dem Erhalt einer artenreichen Fauna, sie fördern auch die Wiederansiedlung verschollener Arten. Gleichzeitig sind die betreuten Flächen dem Eintrag von Pestiziden und Nitraten entzogen. Darüber hinaus verhindern die angelegten Flächen die Bodenerosion und tragen zur Grundwasserstabilisierung bei.

Parkbogen Ost in Anger-Crottendorf

Initiator:Bürgerverein Anger-Crottendorf
Ort:04318 Leipzig
Internet:www.koenigreich-crottendorf.de

Beschreibung:
Die Stadt Leipzig möchte in Zusammenarbeit u.a. mit der Bürgerschaft auf einer stillgelegten S-Bahn-Trasse den "Parkbogen Ost" Wirklichkeit werden lassen: Ein kombinierter Rad- und Fußweg soll den Leipziger Osten mit dem Zentrum und dem Bahnhof verbinden. Direkt am Bahndamm befindet sich die denkmalgeschützte frühere "Karl-Krause-Fabrik" (VEB Polygraph Leipzig). Ein Investor plant den Bau von Wohnungen. Für das insgesamt etwa 7 ha große Areal besteht ein Bebauungsplan, der bis zu fünfstöckige Bebauung mit Mischnutzung vorsieht.

Der Bürgerverein setzt sich dafür ein, dass die 7 ha Fläche nicht versiegelt werden. Der Bebauungsplan soll v.a aus ökologischen Gründen nicht umgesetzt werden. Eine Umsetzung widerspräche nicht nur den bundesweiten Zielen bezüglich der Bodenversiegelung, sondern auch den Stadtentwicklungszielen Leipzigs insbesondere im Blick auf das Stadtklima.

Die unmittelbare Lage am Parkbogen Ost ist ein Glücksfall für das Flächenrecycling an der Karl-Krause-Fabrik: In den Medien und der öffentlichen Meinung kann der Bürgerverein vom "Hype" um den Parkbogen profitieren. Und die Fläche stößt bei den Stadtplanern und Stadtplanerinnen auf Interesse.

Das Projekt wurde und wird auf zwei Ebenen realisiert. Mit politischem Lobbying bei Verbänden, Verwaltung, Fraktionen etc. sowie Petitionen. Und mit Veranstaltungen der Umweltbildung und der politischen Bildung im Stadtviertel.

Pflanzenbasierte Aufreinigung von schwermetallbelasteten Böden und Gewässern

Initiator:iGEM Team Hannover
Ort:31171 Nordstemmen
Internet:www.igem-hannover.de

Beschreibung:
Das iGEM Team Hannover widmete ihr Projekt der Problematik mit Schwermetallen in der Umwelt: Metalle sind unverzichtbare Rohstoffe, häufig in komplexen Verbindungen mit weiteren Schwermetallen vorliegen. Schwermetalle sind ein weltweites Problem und werden über verschiedene Wege freigesetzt. Sie werden z.B. durch Regen in anliegende Begrünungsstreifen und Regenauffangbecken gespült. Gerade bei sandigen Böden besteht dort die Gefahr der Versickerung und der Kontamination des Grundwassers. In das Grundwasser eingetragen, werden sie direkt oder über die Nahrungskette vom Menschen aufgenommen und können schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Die Wirksamkeit derzeitiger Reinigungsverfahren ist abhängig von den chemischen Eigenschaften des jeweiligen Schwermetalls. Folglich gibt es keine einheitliche Methode zur Aufreinigung. Das iGEM Team Hannover hat daher ein Konzept zur pflanzenbasierten Sanierung schwermetallbelasteter Böden und Gewässern mit Hilfe eines modifizierten Proteins entwickelt, das durch eine Reihung metallbindender-Protein-Domänen in der Lage ist, verschiedene Schwermetalle zu binden. Dieses System soll auf der Oberfläche einer Pflanze exponiert werden, damit die Entfernung der Metalle aus Böden oder Gewässern erfolgen kann. Anwendungsmöglichkeiten liegen in der Aufbereitung von Trink- und Abwasser, Klärschlamm sowie der Aufreinigung belasteter Böden.

Quartiershof Dessau – die neue StadtLandschaft produktiv machen

Initiator:Urbane Farm Dessau
Ort:06846 Dessau
Internet:www.urbane-farm.de, blog.urbane-farm.de

Beschreibung:
Der Quartiershof Dessau ist eine Nachbarschaftsinitiative, die von Mitgliedern sozialer Einrichtungen, von Unternehmern, Bildungsträgern, Bürgern und Vereinen gemeinsam entwickelt wird. Verortet ist das Projekt im Dessauer Quartier Am Leipziger Tor, einem Stadtteil, der sehr stark von Bevölkerungsschwund, Leerstand und sozialer Segregation betroffen ist.

Im Rahmen der Dessauer Stadtumbaustrategie "Urbane Kerne - landschaftliche Zonen" kommen wichtige Impulse für die Entwicklung städtischer Quartiere auch von der Stiftung Bauhaus Dessau. Diese ist Mitinitiator des Projekts.

In Dessau-Roßlau ist Neuland zu gewinnen. Seit 2002 werden großflächig und innerstädtisch Gebäude abgerissen. Der durch Rückbau neu gewonnene Freiraum soll produktiv gemacht werden: für den Anbau gesunder Lebensmittel und die Produktion erneuerbarer Energien mitten in der Stadt. Es werden neue Grünflächen für ökologische Verbesserungen mitten in der Stadt geschaffen sowie Strategien von Nah- und Selbstversorgung entwickelt.

In Zukunft sollen Jugendliche hier auch die Möglichkeit für Ausbildung und Beschäftigung erhalten und neue Berufsbilder wie den Kreislaufmanager, den Energiewirt oder Urbanen Bauer kennenlernen. Damit wird der Quartiershof zugleich zu einem Lernort, indem ökonomische Wertschöpfung mit Bildungs- und Sozialarbeit verknüpft wird.

Running out of Land - Designing strategies for Ammerland's competing land use demands - EMiLA Summer School 2014

Initiator:Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Institut für Freiraumentwicklung
Ort:30419 Hannover
Internet:www.emila.eu

Beschreibung:
Die Konkurrenz um den verfügbaren Boden nimmt zu. Dies führt zu steigenden Flächenpreisen, denen nicht alle Nutzer gleichermaßen gewachsen sind. Unter dem Flächendruck leidet auch die Kulturlandschaft und die Ressourcen Wasser und Boden. Für Landschaftsstruktur, Biodiversität und Bodenqualität relevante Elemente bleibt immer weniger Raum.

In dem Projekt "Running out of Land …“ gingen 35 Studierende und 15 DozentInnen der Landschaftsarchitektur aus 9 Ländern der Frage nach, ob und wie eine wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Koexistenz der im Ammerland aktiven Nutzer möglich ist. Berücksichtigt wurden Interessen von Baumschulwirtschaft, Landwirtschaft, Naturschutz, Torfabbau, Infrastruktur, Wohnen und Gewerbe. Es wurden Vorträge gehalten, Führungen gegeben, Fragen beantwortet und Vorschläge diskutiert. Das Ergebnis sind interdisziplinäre Konzepte und konkrete Ideen. Sie basieren auf der Kooperation der konkurrierenden Nutzer, indem sie intelligente Mehrfachnutzungen der Fläche und Win-Win-Lösungen für die Nutzer vorschlagen.

Dank der engen Kooperation mit dem Regionalmanagement und den regionalen Akteuren konnten die Ergebnisse in die erfolgreiche LEADER-Bewerbung des Ammerlandes einfließen und werden so Einfluss auf die reale Landschaftsentwicklung der Zukunft nehmen.

Sanierung einer ehemaligen Galvanik in einem Landschaftsschutzgebiet

Initiator:AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung in Kooperation mit der Stadt Wuppertal
Ort:45501 Hattingen
Internet:www.aav-nrw.de

Beschreibung:
Der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung unterstützt in Nordrhein-Westfalen Kreise, Städte und Gemeinden: Er saniert auf Antrag der Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn z.B. kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder wenn dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist.

Die im Projekt sanierte Fläche wurde bin in die 1950er-Jahre als Galvanik-Betrieb genutzt und liegt in einem landschaftlich und artenschutzrechtlich sensiblen Bereich an der Grenze zu einem Landschaftsschutzgebiet.

Austräge der Galvanisierflüssigkeiten verursachten massive Schadstoffbelastungen. Aufgrund des Schadstoffspektrums und der besonderen geologischen sowie hydrogeologischen Verhältnisse vor Ort bestanden keine Erfolgsaussichten für eine aktive hydraulische Sanierungsmaßnahme.

Ziel des Projekts war die Verbesserung der Grundwasserqualität auf dem Standort durch einen Bodenaustausch bis zu 9 Metern Tiefe mit umfangreichen artenschutzrechtlichen Schutzmaßnahmen. Um die Ansiedlung verschiedener (auch geschützter) Arten auf dem Standort zu unterstützen, sollten die natürlichen Lebensverhältnisse und somit das Landschaftsschutzgebiet wiederhergestellt werden. Bebaute Flächen wurden entsiegelt.

Stadtentwicklung mit grünem Daumen

Initiator:Stadtgemeinde Tulln an der Donau
Ort:3430 Tulln, Österreich
Internet:www.tulln.at

Beschreibung:
Die Stadtgemeinde Tulln will mit ihrem Projekt zeigen, dass es auch im urbanen Bereich zahlreiche Möglichkeiten gibt, der Versiegelung des Bodens entgegen zu wirken und für ausreichend Grünräume zu sorgen.

Um das Stadtbild positiv zu verändern und den Bezug zur Natur auch im urbanen Raum nicht zu verlieren, werden flächensparende Verkehrskonzepte und sinnvolle Siedlungserweiterungen durch die Einplanung von Bauminseln, Baumstreifen, Versickerungsmulden- und Becken gewährleistet. Neben einem schöneren Stadtbild wird vor allem eine natürliche Wasserversickerung innerhalb der Stadt erreicht.

Bei Flächen im ruhenden Verkehr wie auf einer Parkfläche, wurde z.B. "Schotterrasen" verwendet, um den Wasserhaushalt zu gewährleisten. Am Messegelände in der Nähe des Auwaldes wurde sogar auf jegliche Art der Verbauung verzichtet. Auch Pflanzenschutzmittel werden im gesamten Gemeindegebiet nicht verwendet. Der anfallende Klärschlammkompost der vollbiologischen Kläranlage wird zur Rekultivierung von städtischen Grünflächen verwendet. Dank Bodenschutzanlagen werden die abtragenden Kräfte von Wind und Wasser auf den Ackerflächen und anderen Kulturflächen vermindert.

Die Grünpatenschaft trägt dazu bei, den Bürgern innerhalb der Stadt eine Möglichkeit zu bieten, sich aktiv am Umweltschutz und der Verschönerung des Stadtbildes zu beteiligen.

Temporäre naturnahe Bodenbefestigung mit Holzrosten am Beispiel der Bundesgartenschau 2015

Initiator:Flexposed
Ort:82266 Inning
Internet:www.flexposed.de

Beschreibung:
Das Unternehmen Flexposed verkauft und vermietet innovative Bodenschutzsysteme aus dem nachhaltigen Werkstoff Holz, primär für den temporären und dauerhaften Einsatz in naturnahen Räumen. Damit sollen Naturräume für Freizeitaktivitäten zugänglich gemacht werden, ohne dass sie durch die Nutzung Schaden nehmen, Boden- und Grünflächen werden gegenüber Beanspruchungen durch Fahrzeuge und Fußgänger geschützt. So können Grünflächen intensiv genutzt werden.

Die Bodenschutzelemente sollen mehrfach eingesetzt werden am Ende der Lebensdauer umweltverträglich wiederverwertet werden können.

Eingesetzt wird das System z.B. bei Großveranstaltungen. Dank dem lammellenartigen Aufbau wird sichergestellt, dass Regenwasser ungehindert versickern und die Vegetation weiter gedeihen kann. Der Boden wird so trotz hoher Belastung vor Verdichtung geschützt und die Besucher gelangen trittsicher trockenen und sauberen Fußes von einer Attraktion zur Nächsten. Innerhalb kürzester Zeit fest mit der Wiese verschmolzen, verbreiten die Holzroste sowohl optisch wie akustisch ein rustikal-romantisches Ambiente.

Nach Veranstaltungsende kann das System wieder rückgebaut und anderweitig verwendet werden.

Veranstaltungsreihe Boden.Schatz

Initiator:Kreis Steinfurt, Umwelt- und Planungsamt
Ort:48565 Steinfurt
Internet:www.kreis-steinfurt.de

Beschreibung:
Ziel der Veranstaltungsreihe "Boden.Schatz" ist es, intelligente Strategien zum Einklang ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Notwendigkeiten in der Nutzung der Ressource Boden zu entwerfen.

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe wird gemeinsam mit den beteiligten Partnern aus den Kommunen, der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft u.v.a.m. an Strategien für einen verbesserten nachhaltigen Boden- und Flächenschutz im Kreis Steinfurt gearbeitet.

Die Funktionen des Bodens zu erhalten, ist eine wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung unserer Gesellschaft. Dabei gilt es, die verschiedenen Funktionen, welche oftmals gegensätzlichen Nutzungsansprüchen unterliegen, für künftige Generationen zu erhalten. Insbesondere die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Steinfurt hat sich zur Aufgabe gemacht, neben dem nachsorgenden Bodenschutz (Wiederherstellung von Bodenfunktionen, Sicherung und Sanierung von Böden und Grundwasser etc.) auch dem vorsorgenden Bodenschutz im Form von Bodenbewusstseinsbildung mehr Bedeutung beizumessen. Ein regionaler Flächenkongress - wie 'Boden.Schatz'- ist für den Kreis Steinfurt dafür ein geeignetes Instrument.

Vorsorgender Bodenschutz beim Einsatz von Holzerntetechnik im Landeswald

Initiator:Landesbetrieb Forst Brandenburg
Ort:14471 Potsdam
Internet:www.forst.brandenburg.de

Beschreibung:
Waldböden werden als essentielles, limitiertes Naturkapital des Forstbetriebes kaum wahrgenommen, da er in Deutschland kein knappes Gut ist. Die Holznutzung wird vorwiegend von kurzfristiger Wirtschaftlichkeit, technischer Machbarkeit oder logistischen Vorgaben und weniger von ökologischen Rücksichtnahmen bestimmt. Die Möglichkeiten zur Wahl nicht nur technisch geeigneter, sondern auch standörtlich angepasster oder sogar besonders umweltverträglicher Holzernteverfahren werden von der Forstpraxis meist nicht ausreichend genutzt.

Vom Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) wurde eine Arbeitsgruppe mit der Erarbeitung eines auf die Anforderungen und Zielsetzungen einer vorbildlichen Landeswaldbewirtschaftung ausgerichteten Bodenschutzkonzeptes bei der Holzernte beauftragt.

Grundlage des Vorsorgekonzeptes ist eine fünfstufige Wertklassifizierung der gesetzlich geschützten Bodenfunktionen (Produktion, Lebensraum, Regelung) sowie der technischen Bodenfunktion als Widerlager für einwirkende Maschinenkräfte. Je höher der Bodenfunktionswert, umso weniger Fläche ist für die Bestandesfeinerschließung zu "opfern". Je geringer die technische Befahrbarkeit, umso höher sind die technisch-organsisatorischen Restriktionen.