Die besten 20 Projekte im Themenfeld "Bildung und Öffentlichkeitsarbeit"

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2000 m² – Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Initiator:Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Ort:10117 Berlin
Internet:www.2000m2.eu/de

Beschreibung:
Die globale Landwirtschaft braucht einen Paradigmenwechsel, der den Ressourceneinsatz minimiert und im Kreislauf führt. Überkonsum wie Unterernährung, Überbeanspruchung wie Verödung des Bodens gilt es gleichermaßen zu überwinden.

Vor diesem Hintergrund suchten die Initiatoren des Projektes 2000m² nach einem verständlichen Symbol und nach einem Rahmen, im dem sich diese komplexe Materie bildhaft darstellen und in einfachen Geschichten erzählen lässt. Wie können abstrakte Themen wie Bodenerosion, Biodiversität, gesunde Welternährung, Klimaanpassung, Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf vielen Menschen so fassbar werden, dass sie den eigenen Beitrag schätzen und gemeinsame Veränderungen einschätzen können, dabei Spaß haben und Mut bekommen zu eigenen Schritten?

Die Tatsache, dass 1,4 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit rund 7 Milliarden Menschen ernähren, bietet ein eingängiges Bild. Auf 2000m², etwa einem Viertel Fußballfeld, muss alles wachsen, was ein Mensch an Ackerfrüchten verbraucht.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft hat dieses Feld zunächst gezeichnet und beschrieben. Auf einer Webseite, in Leporellos und Broschüren erklärt sie in verschiedenen Sprachen was es mit "meinen 2000m²" auf sich hat. Zusätzlich wurde tatsächlich ein "Kleiner Weltacker an der Havel" angelegt, der seit 2014 öffentlich bestellt wird. Zuerst spiegelte er wieder, was weltweit auf 1,4 Mrd. ha angebaut wird. Jetzt wird gezeigt, dass 2000m² mehr als genug sind, um einen Menschen gut und gesund zu ernähren.

Ausstellung "Fruchtbare Erde - Geschichten von Bodenleben und Hülsenfrüchten"

Initiator:GartenWerkStadt
Ort:35037 Marburg
Internet:www.gartenwerkstadt.de

Beschreibung:
Mit der Ausstellung möchten die Initiatoren einen breiten Einblick in das Thema Boden und seine Bedeutung für unsere Lebensmittelversorgung bieten. Es geht um die Fragen, wie Boden entsteht, was einen fruchtbaren Boden überhaupt ausmacht und durch welche Bewirtschaftungsformen die Fruchtbarkeit erhalten und verbessert werden kann.

Gleichzeitig werden auch folgende politische Fragen aufgegriffen: Wer hat Zugang zu Land? Wie viel Land steht pro Person zur Verfügung? Wie wird das Land weltweit genutzt und wie können wir Boden so nutzen, dass auch noch kommende Generationen ausreichend Lebensmittel anbauen können?

Rund um diese Fragen wurde ein Schaugarten gestaltet. Dazu entwickelte das Kernteam der GartenWerkStadt passende Ausstellungstafeln zur Erklärung für eine breite Öffentlichkeit. Außerdem wurde ein begleitendes Veranstaltungsprogramm bestehend aus Ausstellungsvernissage, Erntefest, einer Open-Air-Kino-Reihe mit thematisch passenden Filmen und Ausstellungsführungen organisiert. Den ganzen Sommer über entstanden so spannende Gespräche mit und unter den BesucherInnen, die fasziniert davon waren, was es zu dem Boden unter unseren Füßen alles zu sagen und zu erleben gibt.

Damit auch Projekte außerhalb von Marburg von der Ausstellung profitieren können, ist sie so konzipiert, dass sie auch an anderen Orten, z.B. in anderen Gärten oder auch einfach so, gezeigt werden kann.

Bodenerlebnisse im Kreis Steinfurt

Initiator:Kreis Steinfurt – Umwelt- und Planungsamt
Ort:48565 Steinfurt
Internet:www.kreis-steinfurt.de

Beschreibung:
Die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Steinfurt hat sich zur Aufgabe gemacht, dem vorsorgenden Bodenschutz in Form von Bodenbewusstseinsbildung mehr Bedeutung beizumessen. Boden soll begreifbar und sichtbar gemacht werden, Bodenbewusstseinsbildung soll mit Fokus auf verschiedene Funktionen erreicht werden (z. B. Archivfunktion bei Plaggeneschen, Biotopentwicklungspotenzial bei Extremstandorten).

Im Kreisgebiet existieren mehrere Bodenprofilstandorte mit den für die Region typischen Bodentypen. Auf Infotafeln und -flyern erfährt der Besucher Wissenswertes zum Standort, dem Bodentyp und seine Bedeutung für den Menschen und seine Umwelt. Jeder Standort hat mindestens einen Geocaching-Punkt. Auf der jeweiligen Internetseite des Caches findet man zahlreiche Informationen und Fragen, die nur nach Besuch vor Ort beantwortet werden können und die sich mit dem Bodentyp befassen. Weiter ist an jeder Infotafel eine Internetverknüpfung Ort via QR-Codes hinterlegt, mit dem der entsprechende Flyer auf der Homepage des Kreises Steinfurt abgerufen werden kann.

Zusätzlich bietet der Kreis Steinfurt an den Lernstandorten ein Schulungsangebot mit verschiedenen Aktionen und praktischen Versuchen an. Vortragsangebote runden das Angebot ab.

Bodengarten Gartenarbeitsschule Ilse Demme

Initiator:Gartenarbeitsschule Ilse Demme
Ort:14199 Berlin
Internet:www.gartenarbeitsschule.de

Beschreibung:
Gerade in Städten geht Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen der unmittelbare Kontakt zur Natur und im speziellen zum Boden verloren. Nur durch eine nachhaltige Bildung hin zu einem verbesserten Bodenbewusstsein und einer Wahrnehmung der Belange des Bodenschutzes kann die Ressource Boden langfristig geschützt werden.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt suchte zunächst nach einer Möglichkeit, das Interesse der Menschen für das Thema Boden zu erwecken. Kinder begegnen vielen Themen meist viel unvoreingenommener als Erwachsene. Zudem ist die Sensibilisierung für viele Problematiken einfacher und effektiver, da man sie ihnen auf spielerische und bildhafte Weise näher bringen kann. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für den berlin- und deutschlandweit ersten Bodengarten erschien die Gartenarbeitsschule Ilse Demme in Charlottenburg-Wilmersdorf ideal.

Der Bodengarten bietet als experimentelle Werkstatt Kindern und Jugendlichen eine vielfältige, anspruchsvolle und lebendige Möglichkeit mitten in der Stadt den Boden kennenzulernen, zu erleben und zu verstehen. Mit Hilfe einer Handreichung und Infomaterial können sich Schul- und Kindergartengruppen einen Tag mit dem Boden selbstständig gestalten. Hierbei steht das aktive und selbsttätige Erkunden des Mediums im Mittelpunkt. Die Kinder haben Platz an offenen Lernstationen experimentell naturwissenschaftliche Phänomene zu erforschen und eine Verbindung zu den anderen Angeboten der Gartenarbeitsschule zu schaffen.

BodenSchätze - Geschichte(n) aus dem Untergrund

Initiator:Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum und Park Kalkriese
Ort:49565 Bramsche-Kalkriese
Internet:www.kalkriese-varusschlacht.de

Beschreibung:
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Wanderausstellung, die den Zusammenhang zwischen Boden, Leben, Kunst, Geschichte, Archäologie und Forschung in den Fokus rückt. Ziel war eine Ausstellung, die dem Boden emotionale Qualitäten verleiht und zugleich sein breites Spektrum an Fähigkeiten als Künstler, Ernährer, Vermieter, Muse, Kulturfreund und Sammler thematisiert.

Bei der Umsetzung wurde auf bodenkundliches Vokabular verzichtet und stattdessen versucht, Sachverhalte in Alltagsgeschichten zu übersetzen. So begegnet der Besucher nun dem beherzten Bademeister, der Diva mit den Wellnesstipps und dem Marathonläufer, der niemals aufgibt. Die Böden erhalten eine Stimme und zugleich eine Persönlichkeit und eigene Geschichte. Dazu 'zaubert' die große BodenZauberMaschine Ton, Schluff und Sand und zeigt so, wie und aus welchen Bestandteilen Boden besteht.

Die Ausstellung setzt auf inhaltliche Überraschungen, Interaktion und hochwertiges Design. Der ungewöhnliche Zugang soll dem Besucher AHA-Effekte und vor allem Identifikationsmöglichkeiten eröffnen. Denn nur was wir schätzen und lieben, werden wir auch schützen. Doch dazu muss man sich ja erst einmal richtig kennenlernen. Eben dazu soll die Ausstellung ihren Beitrag leisten.

Bodenschätze in der Hohen Börde

Initiator:Frau Steffi Trittel, Bürgermeisterin der Gemeinde 'Hohe Börde'
Ort:39167 Hohe Börde
Internet:www.hoheboerde.de

Beschreibung:
In der Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt befinden sich die aktuell am höchsten bewerteten Böden Deutschlands. Trotzdem ist die Region heute fast nur noch bei Agrarexperten für ihre verbreitet vorkommenden fruchtbaren Böden bekannt. Bei weiten Teilen der Bevölkerung fehlt das Wissen um die Grundlagen der Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln. Noch stärker gilt das für das Wissen um die Notwendigkeit des dauerhaften Erhalts der Ressourcenfunktion der Böden (z.B. nachhaltige Bewirtschaftung und Bodenschutz).

Diesem Defizit will die Gemeinde mit Maßnahmen zur Wiederbelebung des Wissens über Böden begegnen. In Kooperation mit ortsansässigen Landwirten sollen an ausgewählten, und bewusst unterschiedlich beschaffenen Standorten Bodenstationen errichtet werden. Dort erhalten interessierte Gruppen die Möglichkeit, sich über Bodeneigenschaften, über ihre Nutzung und über Verfahren zur schonenden Bodenbewirtschaftung zu informieren.

Dazu dienen fest installierte Tafeln mit standortsbezogenen Informationen sowie nach Bedarf für praktische Untersuchungen bereitgestellte Geräte. Speziell ausgebildete Gästeführer werden den bei der Gemeinde angemeldeten Gruppen an den Bodenstationen vertiefende Informationen über Geologie, Bodentypen, Bodenarten, Beschaffenheit, Bodenleben usw. vermitteln. Auch schonende Bearbeitungsverfahren, Fruchtfolgen usw. werden, wenn möglich im Beisein der Landwirte, erläutert. Die Informationen werden auf die Gruppen zugeschnitten aufbereitet. Für jeden Standort werden spezielle Flyer gedruckt.

Bodenschutz.com [Komm] - mach mit!

Initiator:Umweltbundesamt GmbH Österreich
Ort:1090 Wien, Österreich
Internet:bodenschutz.wordpress.com

Beschreibung:
Bodenkunde und Bodenschutz an einer Schule anregend und spannend zu unterrichten stellt für viele Lehrende eine Herausforderung dar. Das Wissen in der Gesellschaft zu den Berufsbildern rund um Bodenkunde ist gering. Das Projekt „Bodenschutz.com [Komm] - mach mit!“ vernetzt SchülerInnen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsbetriebe in Wien und Niederösterreich rund um das Thema Boden.

Im Rahmen des Projektes erarbeiten Schulen der 1. bis 12. Schulstufe und ein Kindergarten mit der Universität für Bodenkultur, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, dem Bundesforschungszentrum für Wald, dem ADAMAH BioHof sowie dem Stift Klosterneuburg, welche Relevanz Bodenschutz für die Gesellschaft hat und welche Berufe direkt von produktiven Böden abhängen. Zu den wichtigsten Elementen zählen Schulworkshops mit Bodenexperimenten und Exkursionen zu Wirtschaftsbetrieben und Forschungseinrichtungen. An Hand von Experimentstationen erarbeiten sich die SchülerInnen Wissen über die Bodenfunktionen. Schüler, die selbst schon Bodenwissen erworben haben, geben dieses über „peer teaching“ an Jüngere weiter.

Das Mitmachen in den Wirtschaftsbetrieben ermöglicht vor Ort zu erfahren, wie erfolgreiches Wirtschaften rund um gesunden Boden aussehen kann, der Besuch der Bodenlabore zeigt, wie vielfältig die Berufe rund um Boden sind. Die Vernetzung der Schulen erfolgt über einen Web-Blog, in dem alle Aktivitäten innerhalb des Projektes dokumentiert werden.

Bodenwahrnehmung für Natur- und Landschaftsführer in Schutzgebieten

Initiator:Terolog GmbH
Ort:21335 Lüneburg
Internet:www.terolog.de

Beschreibung:
Die Terolog GmbH initiiert, entwickelt und führt Projekte im Bereich Umweltschutz und Regionalentwicklung durch. Themenschwerpunkte sind neben aktuellen Fragen des Naturschutzes, Bodenmonitoring und Bodenkommunikation.

Bisher spielen bei Natur- und Landschaftsführungen die Aspekte des Bodenschutzes kaum eine Rolle. Daher ist das primäre Anliegen des Projektes, zertifizierte Natur- und Landschaftsführer in Schutzgebieten für das Thema "Boden" zu interessieren, mit dem Ziel, sie als kompetente Multiplikatoren für das Thema "Boden als schützenswerte Ressource" zu gewinnen.

Natur- und Landschaftsführer sollen motiviert und vor allem aktiv dabei unterstützt werden, Bodenaspekte in ihr jeweils bestehendes Gästeführungskonzept zu integrieren. Das Projekt geht dabei davon aus, dass das Thema Boden geeignet ist, die Attraktivität von Gästeführungen zu steigern und somit den Natur- und Landschaftsführern einen zusätzlichen Nutzen zu verschaffen. Es geht also nicht darum, spezielle neue "Bodenführungen" zu entwickeln, sondern bewährte Konzepte dort zu erweitern, wo es sinnvoll und eine Bereicherung ist.

Bruno Braunerde und die Bodentypen

Initiator:Anett Hofmann
Ort:8057 Zürich, Schweiz
Internet:www.sciencelab.uzh.ch/index.php?id=179

Beschreibung:
Zum Projekt "Bruno Braunerde und die Bodentypen" gehören handgezeichnete Cartoonfiguren, die 20 verschiedene, im deutschsprachigen Raum häufig vorkommende Böden auf spielerische Weise vorstellen. Die Namen, Adressen und Berufsbezeichnungen der Figuren sind Eselsbrücken für Bodeneigenschaften und Bodenfunktionen (z.B. "Heidi Podsol" mit Heidevegetation).

Die Bodenfiguren sind die deutschsprachige Adaption eines Originalkonzepts mit acht schottischen Böden des James Hutton Instituts, Schottland. Die Grundidee wurde von Anett Hofmann stark erweitert. Die Zeichnungen der Bodenfiguren betonen die Farbigkeit und Vielfalt der Böden und deuten durch die Haare (Pflanzenbewuchs) die jeweilige Landnutzung an.

Zusätzlich wurde ein interaktives Schulwandbild entwickelt, das eine Landschaftsillustration (fiktive süddeutsche Landschaft) zeigt, in die fünfzehn der zwanzig Bodenfiguren mit Magnetkarten eingeordnet werden können. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, einen landschaftlichen und nutzungsbezogenen Zusammenhang zwischen den einzelnen Figuren herzustellen.

Außerdem wurden die Cartoonfiguren als Glasuntersetzer (Bierdeckel) für die Abgabe an Ständen etc. produziert.

DIE BODEN SCHAFFT

Initiator:DIE BODEN SCHAFFT
Ort:10967 Berlin
Internet:www.die-boden-schafft.de

Beschreibung:
Gründungsidee war es, zusätzlich zu immer neuem Wissen über Boden etwas Konkretes, Materielles und Bedeutendes zu schaffen - nämlich den Humus selbst. Humus ist die Grundlage unserer gesamten Lebensmittelproduktion und wird trotzdem in Wissenschaft oder Praxis bisher kaum wahrgenommen. Humus ist der organische Teil des Bodens, der dafür sorgt, dass alle Pflanzen sich gut im Boden verankern und über die Wurzeln ausreichend mit Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Er ist außerdem Lebensraum für viele Bodentiere und -organismen, die aus Garten-, Küchen- und landwirtschaftlichen Resten wieder fruchtbaren Boden herstellen können. Und er verklebt die mineralischen Bestandteile, damit sie dem Boden erhalten bleiben und nicht ausgespült oder weggeblasen - also erodiert - werden können.

DIE BODEN SCHAFFT möchte Menschen unterstützen, die sich aktiv für eine Humus(re)produktion einsetzen wollen bzw. das bereits seit Jahren tun: Hausfrauen und -männer, Klein- bzw. urbanen Gärtner/innen, Landwirte und Komposthersteller/innen u.v.a.

Die Unterstützung erfolgt z.B. über Kompostworkshops und -beratungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, Bodenbegutachtungen und -analysen. Es werden Empfehlungen zur Bodenverbesserung gegeben. Zusätzlich unterstützt die Initiative Maßnahmen wie Garten- und Kompostführungen sowie Kunst- und Upcyclingworkshops.

Ein Blick nach unten - Bodenbildung für alle

Initiator:NABU Umweltwerkstatt Wetterau
Ort:61194 Niddatal
Internet:www.umweltwerkstatt-wetterau.de

Beschreibung:
Boden und Bodenkunde sind seit längerem Thema in den Aktivitäten der NABU Umweltwerkstatt Wetterau, die Bodenkundeveranstaltungen für Kinder und Erwachsene durchführt. So gibt es u.a. im NABU Garten verschiedene Angebote zum Thema Boden, in denen z.B. die Herstellung von Kompost und Terra preta gezeigt und der gute Umgang mit Boden in der Gartenarbeit erlebbar gemacht wird.

Um Material zur Anregung von Aktivitäten und zur Vertiefung des Themas zur Verfügung zu stellen, entstand eine für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren gestaltete Bodenbroschüre, mit der die Kinder auch selbstständig arbeiten können. Als mobiles Angebot soll nun zum Thema „Klima und Boden“ ein Elektro-Fahrzeug ausgerüstet werden, um insbesondere in Schulen und bei der Multiplikatorenausbildung Zusammenhänge wie Entstehung des Treibhauseffektes, Humusabbau als Teilursache des Klimawandels und Auswirkungen des Klimas auf Böden zu verdeutlichen. Als Ergänzung soll ist hierzu eine spezielle Fortbildung geplant, um Übungsleiter zu qualifizieren. Ab 2016 soll es außerdem eine Naturführerausbildung mit dem Schwerpunkt „Landwirtschaft, Ernährung und Boden“ geben.

Faszinosum "Boden"

Initiator:Wissenschaft für Kids mit Tüftelfakor/ Leitung Projektgemeinschaft Faszinosum "Boden"
Ort:12532 Berlin
Internet:www.faszinosum-boden.de

Beschreibung:
Das Projekt Faszinosum „Boden“ möchte das Thema „Boden“ Kindern, Schülern, Lehrern und Eltern nahe bringen. Hierzu bildete sich eine Projektgemeinschaft aus Schulen, Unternehmen, Universitäten, Trägern der Jugendhilfe und der Berliner öffentlichen Hand. Vermittelt werden sollen die Inhalte durch Erlebnis, Eigenmotivation und Spaß am Thema.

Neben einem fächerübergreifenden Unterricht an den Partnerschulen wurden hierzu verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Realisiert wurden u.a. eine Mit-Mach-Ausstellung und Mit-Mach-Aktionen im Einkaufszentrum sowie bei Schulfesten, Ortsteilfesten bzw. Wohnungsgesellschaften. Es wurden Projektwochen und Aktionstage durchgeführt. Weitere Schülerprojektwochen Faszinosum "Boden" sind für die folgenden Jahre geplant, die ihren Abschluss im Jahr 2017 auf der IGA 2017 finden.

Eine Vernetzung von Schulen im In und Ausland via Skype ermöglicht den Austausch zum „Forschungsthema Boden“.

Die jeweiligen Ergebnisse werden in der Presse und im Internet durch die eigene Webseite und den Partnerseiten präsentiert.

Feldrandschilder "Wir stehen auf Boden"

Initiator:Katholische Landjugendbewegung Deutschlands e.V. (KLJB)
Ort:53604 Bad Honnef - Rhöndorf
Internet:www.kljb.org/bodenfruchtbarkeit

Beschreibung:
Die Bundesversammlung der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands e.V. hat im März 2014 den Beschluss "Lebendige Böden – verstehen, respektieren, schützen" gefasst und sich dafür ausgesprochen, das Thema präsent zu machen und auch die nicht-landwirtschaftliche Öffentlichkeit für den Wert fruchtbarer und lebendiger Böden zu interessieren und auf das, was in der Landschaft, auf dem Acker und im Wald passiert, aufmerksam zu machen.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee von Feldrandschildern zu den Themen Bodenfunktionen, Bodennutzung, Grünland, Regenwürmer, Fruchtfolge und Waldboden. Die Schilder sollen u.a. an Feld- und Wegrändern sowie an Jugendbildungsstätten aufgestellt werden. Sie sollen wissenswerte Facts vermitteln aber auch zum Nachdenken und spielerischen Ausprobieren anregen.

Im Rahmen der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sollen mit den Feldrandschildern Impulse für die Auseinandersetzung mit landwirtschaftlichen Themen im Rahmen von Gruppenstunden in den KLJB-Ortsgruppen aber auch Ideen für weiterführende Aktionen (Schilderrallye, Hofbesichtigungen, Ausheben einer Bodengrube, …) gegeben werden.

Bis August 2015 wurden bereits mehr als 750 Schilder in den Diözesanverbänden aufgestellt.

"Lumbricus terrestris – Der Regenwurm", "Hymenoptera - Die wilden Bienen"

Initiator:Fräulein Brehms Tierleben - Barbara Geiger
Ort:10117 Berlin
Internet:www.brehms-tierleben.com

Beschreibung:
Gründungsidee war der Gedanke, die Inhalte des Tierbuchklassikers Alfred Brehms Tierleben mit den Mitteln des Schauspiels in die heutige Zeit zu übertragen. Mit den Stücken soll die Bedeutung der jeweiligen Tierarten für die Natur aufgezeigt werden. Die Komplexität der Natur und die Zusammenhänge, in denen die jeweiligen Tierarten stehen, sollen vermittelt werden.

Mit dem Stück "Lumbricus terrestris – Der Regenwurm" wird die Bedeutung des Regenwurms für die Fruchtbarkeit des Bodens aufgezeigt und welche Konsequenzen Überdüngung, Bodenverdichtung und das unsachgemäße Pflügen des Bodens für den Regenwurm haben.

In ausführlichen Recherchen werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über die Tierart gesammelt und dann von der Autorin, Schauspielerin und Regisseurin Barbara Geiger in eine für eine öffentliche Präsentation angemessene Form gebracht. Das etwa einstündige Stück wird von einer in die Rolle des Fräulein Brehm schlüpfenden Schauspielerin vor Publikum präsentiert. Dabei kann die Schauspielerin sich ganz und gar auf ihre eigenen Mittel bei der Darstellung verlassen. Ergänzt wird das Spiel ausschließlich durch eine größere Anzahl von Bildern und Tonbeispielen.

Mit dem Boden durch das Jahr - Bodenständiges Niedersachsen

Initiator:Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)
Ort:30655 Hannover
Internet:www.lbeg.niedersachsen.de

Beschreibung:
Anlässlich des internationalen Jahres des Bodens wurde vom LBEG eine Ausstellung konzipiert, die (ohne viele Worte) einen Blick unter unsere Füße ermöglicht. Für 12 exemplarisch ausgewählte niedersächsische Landschaften werden die Böden und typische darauf erzeugte Produkte dargestellt.

Die Ausstellung wurde als Indoor- und als Outoorvariante erstellt. Die Indoor-Variante besteht aus 13 Bannern (12 Landschaften und eine Einführung) sowie einer begehbaren Karte, die eine Verortung der Landschaften und ihrer Böden in Niedersachsen ermöglicht. Bei der Outoorvariante ist die Karte auf einem der Großbanner integriert. Zusätzlich findet sich hier ein Erläuterungstext zum LBEG. Begleitend zur Ausstellung wurde eine Broschüre mit weiteren Informationen zu den dargestellten Landschaften, ihren Böden und Nutzungen in Deutsch und Englisch erstellt. Die Ausstellung kann kostenfrei (auch über das Jahr 2015 hinaus) beim LBEG entliehen werden.

Mit dem Projekt möchte das LBEG sein Wissen über die Bedeutung und die Eigenschaften der Böden für Landwirtschaft und Umwelt einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen. Dazu wird das "Fachwissen Boden" auf verständliche und teilweise spielerische Weise präsentiert.

Save our Soils - Rettet unsere Böden

Initiator:Eosta / Nature & More
Ort:2742 RH Waddinxveen, Niederlande
Internet:www.rettetunsereboeden.de

Beschreibung:
Eosta zählt zu den größten Handelsunternehmen für Bio-Obst und -Gemüse weltweit. Die internationale Informationskampagne „Save Our Soils – Rettet unsere Böden“ (kurz: SOS) wurde gemeinsam mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen.

Die Kampagne soll mit Hilfe von öffentlichkeitswirksamen Aktionen, prominenten Unterstützern und verständlich aufbereitetem Informationsmaterial die Aufmerksamkeit auf die Bodenproblematik lenken. Gleichzeitig wird der ökologische Landbau als Lösung präsentiert. Dabei ist die zentrale Botschaft: Jeder Einzelne kann Boden gutmachen! Schon allein der Kauf von Bio-Produkten kann entscheidend zur Bodenrettung beitragen.

Darüber hinaus kann der Verbraucher mit der Facebook-Aktion „Ich mag Bio“ aktiv zum Bodenretter werden: Denn jedes „Like“ der Facebookseite „Save Our Soils“ setzt 5 Euro aus dem 2015 gegründeten „Save Our Soils – Rettet unsere Böden“-Fonds frei. Das ist genug, um 500 Quadratmeter fruchtbaren Boden zu erhalten.

SOIL > SOUL > FOOD, Green Me Film Festival 2015

Initiator:Nic Niemann & Bernward Geier
Ort:53804 Much
Internet:www.greenme.de

Beschreibung:
„Green Me“ startete als Drehbuchwettbewerb und Filmlounge und ist inzwischen zu einem richtigen Filmfestival geworden. Es wird seit 8 Jahren in Berlin anlässlich der Berlinale veranstaltet. Während des Festivals werden dotierte Filmpreise (Green Me Award) für die Kategorien „Bester Kinofilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester Kinder- und Jugendfilm“ vergeben.

Im Jahr 2015 stand das Festival unter dem Thema „Soil > Soul > Food“ und es wurden als Sonderpreiskategorien Auszeichnung im Bereich „Boden“ und „Food“ gegeben.

Das Festival erreichte mehrere tausend Besucher. Schirmherrin für das Festival war 2015 die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit Dr. Barbara Hendricks. Neben den 13 Wettbewerbsfilmen wurden 30 grüne Filme – vom Klassiker bis zur Weltpremiere – gezeigt.

Das Festival ist für jeden erschwinglich. Ein Tagesticket mit Zugang zu allen Filmen im Programm sowie Verpflegung mit Getränken und Snacks (alles bio) kostet nur 5 Euro bei freiem Eintritt für Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre. Im Rahmen des Green Me Forums liefen 20 Panelveranstaltungen und Diskussionsrunden. Viele Panels waren dem Bodenthema gewidmet.

Studentische AG Bodenkunde Hildesheimer Land - AG BokuHiLa

Initiator:Sarah Matheis, Jasmin Karaschewski
Ort:31141 Hildesheim
Internet:www.uni-hildesheim.de/bokuhila

Beschreibung:
Das Verständnis von Prozesse und Faktoren, die auf den Boden einwirken und zu seiner Entstehung führen, ist eine Grundlage zur Schaffung eines "Bodenbewusstseins". Der Bodenschutz kann nur besser positioniert werden, indem breites Wissen geschaffen und weiter in die Gesellschaft getragen wird.

Die Gründungsidee hinter der AG BokuHiLa ist, dass alle Studierenden trotz hohem Leistungsdruck die Chance haben sollen, ihren Interessen nachzugehen und diese weiter zu entwickeln. Ein interessenbasiertes, forschendes Lernen fördert das Verständnis deutlich mehr, als das vorwiegende Streben nach einer guten Note.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die TeilnehmerInnen von BokuHiLa mit bodengeographischen und landschaftsgenetischen Fragestellungen. Die AG BokuHiLa bietet den Rahmen für die Vertiefung verschiedenster bodenkundlicher Inhalte, die nicht in der Lehre geleistet werden können. Besonders im Fokus steht hier die feldbodenkundliche Geländeerfahrung, die im Studium häufig in viel zu geringem Umfang vermittelt werden kann, allerdings absolut elementarer Bestandteil einer bodengeographischen Ausbildung sein muss.

Die Vielfalt des Hildesheimer Raumes, mit den fruchtbaren Böden der Börde und auch der Nähe zur Mittelgebirgsschwelle, bietet als "Forschungsraum" optimale Bedingungen für dieses Projekt. Bei der selbstständigen Erforschung dieses Raumes wird der Austausch mit anderen Interessierten auch außerhalb der Universität umgesetzt (z.B. Exkursionen, Lehrpfade).

Terra Preta in unsere Gärten - Wege in die Zukunft

Initiator:Grundschule im Beerwinkel
Ort:13589 Berlin
Internet:www.beerwinkel.de

Beschreibung:
Im Zuge der Neugestaltung des Schulhofes wurde in der Grundschule im Beerwinkel ein neuer Schulgarten geschaffen und beschlossen, den Garten in einen Terra Preta-Garten umzuwandeln.

Um den Schüler/innen ein schnelles Erfolgserlebnis beim Pflanzen und Ernten zu schaffen, wurde die Erzeugung von Terra Preta in Kompostkisten erprobt, was mit einer sehr guten Ernte wunderbar funktionierte. So wurde der Schulgarten im Mai 2013 unter dem Motto „Terra Preta in unsere Gärten“ mit einem großen Garten- und Informationsfest für alle Schulmitglieder, Freunde, Offizielle und Experten eröffnet.

In nachfolgenden Modulkursen und Schwerpunktkursen lernten die Schüler/innen, mit Geräten umzugehen, untersuchten die verschiedenen Bodenschichten und -arten, schichteten Terra Preta-Beete auf und probierten Pyrolyse zur Gewinnung der Holzkohle.

Inzwischen ist der Begriff Terra Preta in vielen Klassen bekannt, da bei der Aktion "Jeder Klasse einen Obstbaum" beim Pflanzen Terra Preta-Erde mit eingefüllt und den Mitschülern die Funktion der schwarzen Erde erklärt wird.

Wir sind Boden

Initiator:Peter Schawerda
Ort:2103 Langenzersdorf, Österreich
Internet:www.bildungsschmiede.at

Beschreibung:
Boden ist nicht nur Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion, sondern hat auch lebenswichtige Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Leider verschwinden in unserer Gesellschaft der Wert und das Wissen um diese Lebensgrundlage. Es wird nicht mehr hinterfragt und bewusst gemacht, woher z. B. das scheinbar unbegrenzt verfügbare Trinkwasser kommt, wodurch es sauber gehalten wird, welche Rolle die Wasserspeicherfähigkeit eines Bodens im Klimawandel und dessen Extremereignissen spielt, wie durch den Aufbau von Humus im Boden die Bindung von CO2 erfolgen kann. Vor allem die jüngere Generation ist sich dessen immer weniger bewusst.

Aus diesem Grund wurden in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen Projekttage für die 7. Jahrgangsstufe entwickelt. An diesen werden Bodenproben im Gelände genommen und an 5 Stationen einfache Versuche und Experimente zu Bodenfunktionen durchgeführt. Anschließend werden die Ergebnisse theoretisch aufbereitet.